Die Leuchtfeuergeschichte der Kanarischen Inseln begann erst Mitte des 19. Jahrhunderts zur Zeit des großen spanischen Bauprogramms der Leuchttürme. Alle Inseln außer El Hierro, La Palma und Gomera erhielten um die 1860er Jahre ihr erstes Leuchtfeuer, von denen Punta de Anaga, La Isleta, Punta Jandía, und Martiño noch immer als Leuchtfeuer betrieben werden. Andere Leuchttürme aus dieser Zeit wurden mittlerweile ersetzt, blieben aber meistens erhalten und stehen heute neben ihren Nachfolgern.
Zum Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Leuchtfeuernetz weiter verdichtet. Das wohl schönste Beispiel ist der 1890 fertiggestellte Leuchtturm von Maspalomas auf Gran Canaria. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurden auch umfangreiche Modernisierungen durchgeführt und ganze Türme ersetzt.
Damit war aber die Verdichtung der Leuchtfeuerkette nicht abgeschlossen, denn 1954 wurde La Entallada auf Fuerteventura fertiggestellt. Die umfangreichsten Baumaßnahmen folgten aber innnerhalb der letzten 30 Jahre. Mit Ausnahme der zuvor genannten Leuchtfeuer der 1860er Jahre wurden viele kleine Türme durch deutlich höhere Betontürme abgelöst und weitere Leuchtfeuer ergänzt. Meistens fanden Einheitsbauten Verwendung, aber manchmal wie beispielweise die Leuchtfeuer von Punta del Hidalgo und Buenavista auf Tenerife wurden auch architektonisch ausgefallene Entwürfe verwirklicht.