In Spanien gibt es derzeit drei Kategorien von Leuchttürmen: große Bauwerke der Landfall-Leuchtfeuer mit stattlichen Türmen und angebauten Nebengebäuden, einstöckige Wärterhäuser mit auf- oder angebauter kleiner Laterne und moderne Betontürme. Mit meist symmetrischem Bauplan besteht zwischen Wohn- und Nutzgebäuden eine bauliche Einheit. Eine spanische Besonderheit ist, dass viele historische Leuchtfeuer neben ihren moderneren Nachfolgern erhalten blieben und daher mehrere Generationen nebeneinander stehen.
Ein zentraler Eingang führt in eine Eingangshalle, bei größeren Anlagen manchmal in einen eindrucksvollen Patio. Hieran schließen sich alle Wohneinheiten des Personals und funktionalen Räume wie Läger, Werkstätten, Maschinenräume und der Leuchtturm selbst an. Die Türme sind mit wenigen Ausnahmen im Inneren von rundem Querschnitt. Eine steinerne Wendeltreppe führt gegen den Uhrzeigersinn und meist mit Ausnahme großer Türme um ihre Spindel zu einem Raum oder Podest, von dem eine steile Eisentreppe oder -leiter die Laterne erschließt.
Die Böden der Leuchtfeuergebäude sind meistens gefliest, Wände oft gekälkt und Laternen gefliest, seltener mit Holz ausgekleidet. Die meisten Leuchttürme sind äußerlich rund oder achteckig, unverputzt in der Farbe des Natursteins oder weiß. Laternen sind meist silbergrau gestrichen.