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Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern begann die Leuchtfeuergeschichte in Spanien recht spät, sofern man von den Leuchtfeuern der Antike absieht. Tatsächlich leuchtet in Spanien mit dem Torre de Hercules der älteste Leuchtturm der Welt, der im 2. Jahrhundert n. Chr. in der Zeit des römischen Kaisers Trajan entstand. Römische Leuchtfeuer sind auch in Chipiona und Cádiz nachgewiesen.
Während des Mittelalters bauten Spanier eher Wach- und Festungstürme als Gegenwehr vor Piratenüberfällen. Immerhin entstand 1290 mit dem Leuchtturm Porto Pi auf Mallorca zumindest ein richtiger Leuchtturm. Selbst wenn es auch kleine Hafenfeuer gab, so ist davon nichts übrig. Nur Cádiz ist eine Ausnahme und erhielt 1613 ein Leuchtfeuer.
Die gegenwärtigen Leuchtfeuer gehen auf das 19. und 20. Jahrhundert zurück. In einer ersten Phase entstanden um 1813 und 1820 die Leuchttürme von Tarifa und Málaga. Ein gewaltiges Bauprogramm zum Aufbau einer Leuchtfeuerkette mit Schwerpunkt zwischen 1840 und 1870 folgte. Modernisierungen und Ergänzungsbauten gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Ausbruch des spanischen Bürgerkriegs. Innerhalb der letzten 30 Jahre wurden zahlreiche alte Bauwerke durch moderne Türme ersetzt und die Leuchtfeuerkette weiter verdichtet.
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