Sämtliche Leuchttürme Spaniens nutzen nach Kenntnis der Autoren elektrische Glühlampen als Lichtquelle. Zur Zeit werden in den meisten Leuchttürmen 1000 Watt Halogen-Glühlampen von Osram und 1000 Watt Halogen-Metalldampflampen von General Electric eingesetzt. Vielfältiger sind die optischen Apparate zur Erzeugung unterschiedlicher Kennungen. Klassische katoptrische Systeme mit Hohlspiegeln gibt es ebenso wie einige Systeme, in denen Parabollampen auf Panelen arrangiert werden. Standard sind aber feststehende oder drehbare dioptrische und katadioptrische Fresneloptiken verschiedener Brennweite. Neben wenigen Optiken 1. und 2. Ordnung sind Optiken 3. Ordnung mit 375 mm Brennweite bzw. 4. Ordnung Standard. Sehr häufig sind Zusatzpanele für die Aeronavigation.
Die meisten Fresneloptiken Spaniens erzeugen Gruppenblitzkennungen und haben eine oder mehrere vertikale Symmetrieachsen. Halbseitige Linsensysteme mit gegenüberliegenden Spiegeln oder katoptrischen Prismenspiegeln sind in Spanien unüblich. Zwillings- oder Doppelstockoptiken gibt es in Spanien nicht.
Die Optiken spanischer Leuchtfeuer stammen von verschiedenen Herstellern aus mehreren Ländern. So finden sich neben französischen und britischen auch Systeme deutscher Hersteller, die erst später in den Weltmarkt der Leuchtfeuerausrüstung vordrangen.