Spaniens 4964 km lange Küstenlinie wird von mehr als 180 Leuchttürmen markiert. Bezogen auf seine noch gegenwärtig vorhandenen Bauwerke ist mit Ausnahme des römischen Torre de Hercules in La Coruña die spanische Leuchtfeuergeschichte mit gut 180 Jahren relativ kurz. Allerdings sind in keinem anderen Land der Europäischen Union so viele Leuchtfeuer innerhalb der letzten 30 Jahre aufgrund des Ersatzes älterer Türme oder der Verdichtung der Leuchtfeuerkette neu entstanden.
Spaniens Beitrag zum maritimen Kulturerbe ist unverwechselbar. Trotz des Einsatzes von Leuchtfeuertechnik verschiedenster Hersteller unterschiedlicher Länder hinterläßt die spanische Ausrüstung aus dem Hause La Maquinista Valenciana den nachhaltigsten und prägenden Eindruck, allen voran die Laternen mit gläsener Kuppel. Die typische stets funktionale bauliche Ausgestaltung der Leuchtfeueranlagen runden das Bild ab. Die Kenntnis weniger Leuchttürme des Landes vermittelt daher einen guten Gesamteindruck.
Trotz moderner Serienbauten gibt es auch bei Neubauten architektonisch individuelle und überraschende Entwürfe. Auch die Nutzung bestehender historischer Festungsbauten und Wachtürme als Trägerbauwerke für Turm oder Laterne erhöhen die Vielfalt maßgeblich. Viele spanische Leuchtfeuer gehören ohne Zweifel zu den schönsten, die Europa zu bieten hat.