Die Technik spanischer Leuchttürme stammt von vielen Herstellern verschiedener Länder. Herausragend und landestypisch sind aber die aus Spanien stammenden Laternen mit ihrer geschlossenen und oft gefliesten oder weiß gestrichenen steinernen Basis, die ein verglastes Oberteil mit diagonaler Fensterteilung und gebogenen Glasscheiben trägt. Den Abschluß bildet ein kuppelförmiges Dach mit einer aufsitzenden Kugel oder einem Zylinder als Einlass zur Luftventilation. Auffallend und besonders typisch sind die oftmals verglasten Kuppeln. Fast immer sind die mehrteiligen charakteristischen Bodenklappen zur Einstiegstreppe vorhanden. Die Trennung des Laternenraumes durch einen von einer Leiter erschlossenen Lauftsteg ist selten und nur auf die größten Leuchtfeuer beschränkt.
Im Zentrum der Laterne befindet sich die Leuchteinrichtung, meistens eine Fresneloptik, die auf einem Schwimmer montiert ist, der in einem ringförmigen Quecksilberbad schwimmt. Dieser Quecksilbertank ruht seinerseits auf einer oder mehreren Eisensäulen. Oft sind die ehemaligen zur Rotation der Optiken benötigten Uhrwerke noch vorhanden und auf ihrem Gehäuse die zum Antrieb genutzten Elektromotoren installiert. Auffällig und typisch sind die einfach konstruierten Auslässe der Ventilation an der Basis der Laternenverglasung. Spanische Leuchtfeuer sind sehr funktional und schmucklos ausgestattet und weitere Installationen oder Einrichtungen daher selten.