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Die Reichweite oder Nenntragweite eines Leuchtfeuers, engl. nominal range, ist die größte Distanz, in der ein Lichtsignal ohne Berücksichtigung der geographischen Reichweite sichtbar wäre. Letztlich ist die Nenntragweite eines Leuchtfeuers deshalb eine theoretische Größenangabe, weil die das Lichtsignal verdeckende Erdkrümmung unbeachtet bleibt.
Die bestimmenden Faktoren sind die Intensität des Lichtsignals und die atmosphärischen Sichtbedingungen. Die in Seekarten oder Leuchtfeuerverzeichnissen aufgeführte Nenntragweite abstrahiert die Vielfalt der Wetterlagen und meteorologischen Sichtbedingungen zu klaren und guten Verhältnissen. Genaugenommen ist sie allein von der Intensität eines Leuchtfeuers abhängig. Aufgrund der Abhängigkeit zwischen geographischer Reichweite und Nenntragweite stellt sich die Frage, ob Leuchtfeuer sinnvoll sind, deren Nenntragweite größer ist als die geographische Reichweite. Obwohl beide Größen in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen sollen, ist ein Lichtsignal mit größerer Nenntragweite sinnvoll, weil es bei schlechten Wetterbedingungen aus größerer Distanz sichtbar ist. Bei guten Sichtbedingungen ist auch bei Überschreitung der geographischen Reichweite ein Leuchtfeuer mit größerer Nenntragweite durch seinen Wiederschein am Horizont wahrnehmbar.
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